Veranstaltungskalender Deutscher Humanistentag 2017

Veranstaltungstyp:  Jugendliche    Kinder   
Donnerstag 15.06.2017Freitag 16.06.2017Samstag 17.06.2017Sonntag 18.06.2017
BesucherfoyerHauptbühne (Kleiner Saal)Konferenzraum 2AußenbereichKonferenzraum 4Gutmann am DutzendteichHauptbühne (Kleiner Saal)Konferenzraum 7Konferenzraum 2AußenbereichHauptbühne (Kleiner Saal)Konferenzraum 7Hauptbühne (Kleiner Saal)
10:0010:00
Humanistische Kurzfilme: Die Suche nach dem Glück Infos
So vielfältig ist das Thema Glück: Humanistische FilmemacherInnen haben sich in mehr als 40 Kurzfilmen mit der Suche nach dem Glück befasst. Eine Auswahl dieser Werke, allesamt Kandidaten für unseren Filmpreis, sehen Sie in unserer Filmrolle. Wir wünschen viel Spaß in unserem Kinoraum!


Wann: 16.06.2017 10:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Kinder-HumanistenTag Infos

Kinderhumanistentag

Mitmach- und Infostände zu:

- Philosophieren mit Kindern
- Partizipation von Kindern
- Unsere große, bunte Friedenstaube

Zum Ausprobieren und Spielen:

- Sinnes-Stationen zum Tasten, Fühlen, Schmecken, Riechen und sich mal ordentlich täuschen
- Das große Spielefeld mit allem, was dazu gehört

Wir freuen uns auf euch und eure Eltern, denn auch die dürfen bei uns mitmachen!


Wann: 16.06.2017 10:00:00
Wo: Außenbereich
Verletzbarkeit und Selbstbehauptung: Bildvortrag zu Leben und Werk Frida Kahlos  Infos
Ohne Übertreibung darf Frida Kahlo (1907-1954) als eine der berühmtesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts gelten. Ihre Kunst lässt sich verorten zwischen Surrealismus und Neuer Sachlichkeit, dabei war sie oft genug schonungslos offen und radikal. Wie der Marburger Philosoph Joachim Kahl zeigen wird, war ihre Kunst aber oft genug auch das: zutiefst humanistisch.

Joachim Kahl (* 12. Mai 1941 in Köln) ist ein deutscher Philosoph und Humanist mit den Arbeitsschwerpunkten Religionskritik, Ethik und Ästhetik. Kahl studierte Theologie in Marburg, trat kurze Zeit nach seiner Promotion zum Dr. theol. allerdings aus der Kirche aus. Seine Auseinandersetzung mit der christlichen Religion mündete 1968 im Standardwerk


Wann: 16.06.2017 10:00:00
Wo: Konferenzraum 4
Podiumsdiskussion: Tödliche Religion? Infos

Podiumsdiskussion: Tödliche Religion?

Hat die Verfolgung von Andersdenkenden etwas mit Religion zu tun, oder wird diese nur missbraucht, falsch verstanden? Was können wir tun, um Menschen vor religiöser Diskriminierung und Verfolgung zu schützen?

Speziell mit der Lage in Westafrika befasst sich der Aktivist und Wissenschaftler Leo Igwe, der die Situation von Kindern untersucht, die der Hexerei verdächtigt, verfolgt und mitunter ermordet werden. Ahmed Nadir hat am eigenen Leib erfahren müssen, was es heißt als säkularer Aktivist den Zorn von Islamisten auf sich zu ziehen. Während viele seiner Kollegen ermordet wurden, konnte er aus Bangladesch nach Europa flüchten – doch auch hier ist er Angriffen ausgesetzt.


Wann: 16.06.2017 10:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Perspektiven humanistischer Pädagogik Infos

Perspektiven humanistischer Pädagogik

Humanismus in der schulischen Praxis


Dass Humanismus mehr ist als nur die Verneinung religiöser Vorstellungen, lässt sich an der pädagogischen Praxis humanistischer Kinder- und Jugendeinrichtungen ablesen. Ulrike von Chossy, Leiterin der Humanistischen Grundschule Fürth, erläutert, wie sich humanistische Wertvorstellungen auf den Schulalltag auswirken und warum das unseren Kindern gut tut.


Wann: 16.06.2017 10:00:00
Wo: Konferenzraum 7
10:00
Die unverzichtbare Materialität der Fakten Infos

Die unverzichtbare Materialität der Fakten

Frieder Otto Wolf


Das Problem von Wahrheit und Lüge in der Politik ist kein neues. Neu ist allerdings, mit welcher Radikalität politische Akteure in der Öffentlichkeit offensichtliche Unwahrheiten verbreiten und damit bei relevanten Bevölkerungsteilen auf keinerlei Widerspruch stoßen. Es mag übertrieben sein, deswegen sogleich ein „Zeitalter des Postfaktischen“ auszurufen, und doch ist diese Entwicklung brisant genug, um dringend Gegenstand politischer Analyse und Bildung zu sein.

Warum für den praktischen Humanismus ein falsch verstandener Konstruktivismus inakzeptabel ist - dieser These geht der Philosoph und Politikwissenschaftler Frieder Otto Wolf nach. Wolf ist unter anderem Präsident des Humanistischen Verbands Deutschland (HVD) und der Humanistischen Akademie Deutschland.

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland.


Wann: 17.06.2017 10:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Jugend-HumanistenTag Infos

Jugend-HumanistenTag

Philosophie und Balgereien unter der Sonne


Graffiti am Vormittag, philosophische Reflektionen im Pavillon, hitzige Diskussionen in der Sommersonne und Selbstbehauptung auf der grünen Wiese. Neben diesen Aktivitäten bieten sich ein Besuch des Speakers Corner und das gesamte Programm des HT17 an. Selber denken lohnt sich, und gemeinsam macht es mehr Spaß!


Wann: 17.06.2017 10:00:00
Wo: Außenbereich
Podiumsdiskussion: Identität Muslima? Infos

Podiumsdiskussion: Identität Muslima?

Migranten werden in Deutschland oft als muslimisches Kollektiv wahrgenommen. Wie viel Raum lässt das für individuelles Glück? Was hat das mit einem Respekt für andere Kulturen zu tun? Die Zeit-Autorin Deniz Baspinar bezeichnet sich als muslimische Atheistin – weil sie zwar Atheistin ist, aber in der Fremdwahrnehmung als Muslima behandelt wird. Als Psychotherapeutin sieht sie, welche Auswirkungen die Unterschiede im Selbst- und Fremdbild auf Betroffene haben können. Merve Kayikci widmet sich auf ihrem Blog „Primamuslima“ dem Thema Islam in Deutschland. Sie beschreibt die „blutjunge Realität einer Vorzeigemuslimin“. Die Journalistin und Publizistin Khola Maryam Hübsch argumentiert anhand von Quellen des Islams für ein Islamverständnis, das nach ihrer Auffassung mit Demokratie, Toleranz sowie universalen Menschenrechten kompatibel ist. Die Frauenrechtlerin und Soziologin Necla Kelek bekennt sich ausdrücklich nicht zum Islam als Religion. Sie versteht den Islam als Kulturkreis. Keleks Hauptthema ist „die islamisch geprägte Parallelgesellschaft in Deutschland“.


Wann: 17.06.2017 10:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Love for Sale Infos

Love for Sale

Sexuelle Dienstleistungen: Fluch oder Segen?


Podiumsdiskussion mit Undine de Rivière, Inhaberin des Studio Rex in Hamburg, Bärbel Ahlhorn (Kassandra), Sabine Weimert und Naida Pintul über das Spannungsfeld von Erotik,Prostitution, Selbstbestimmung und Ausbeutung.


Wann: 17.06.2017 10:00:00
Wo: Konferenzraum 7
10:00
Sunday Assembly mit Chor Infos

Sunday Assembly mit Chor

Sunday Assembly bezeichnet eine Versammlung nichtreligiöser Menschen, die von den britischen Komikern Sanderson Jones und Pippa Evans im Januar 2013 in London erstmals durchgeführt wurde. Die Versammlung hat in erster Linie das Ziel, Menschen ohne Konfession zusammenzubringen und ihnen ein positives Gemeinschaftserlebnis zu bieten, das auf Bezüge zu religiösen Vorstellungen verzichtet. Das Motto der Sunday Assembly lautet: „Live better, help often and wonder more“ – auf Deutsch etwa „Lebe besser, hilf oft, staune mehr“.


Wann: 18.06.2017 10:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
10:3010:3010:3010:30
11:0011:00
Sexualgeschichte des konfessionellen Katholizismus Infos

Sexualgeschichte des konfessionellen Katholizismus

300 Jahre Maria Theresia Jubiläum Sollte man als Humanist da mitfeiern?


Vortrag von Andreas Trupp.
Maria Theresia und die von ihr eingesetzte jesuitische Keuschheitskommission


Wann: 16.06.2017 11:00:00
Wo: Konferenzraum 4
Film und Diskussion: Ein Interview mit Dr. Axel Stoll Infos
Nazis in Reichsflugscheiben: Schier nichts ist unmöglich, wenn man den Verschwörungstheorien rechter Fanatiker glauben darf. Am Beispiel eines gewissen Dr. Axel Stoll haben sich die Regisseure Sebastian Bartoschek und Alexander Waschkau mit den Geheimnissen rechter Esoterik auseinandergesetzt.

Filmvorführung, anschließend Diskussion mit Sebastian Bartoschek.


Wann: 16.06.2017 11:00:00
Wo: Konferenzraum 7
11:0011:00
Festvortrag mit Prof. Dr. Thomas Fischer: Justiz, Gesellschaft und Gerechtigkeit Infos

Festvortrag mit Prof. Dr. Thomas Fischer: Justiz, Gesellschaft und Gerechtigkeit

Viele kennen ihn als Autor der ZEIT-Kolumne „Fischer im Recht“. Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender Richter des zweiten Strafsenats am BGH, polarisiert mit seinen Thesen, die Gewohntes auf den Kopf stellen und nur selten zur behaglichen, dichotomen Einteilung in Gut und Böse oder Schuld und Sühne passen. Seine Lust am Widerspruch und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge so verständlich darzulegen, dass sie das Weltbild des Lesers ins Wanken bringen können, machen ihn zum einem der spannendsten Denker unserer Zeit.


Wann: 18.06.2017 11:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
11:3011:3011:3011:30
12:0012:00
Secular Index Infos

Secular Index

Wie findet man eine Schule ohne religiöse Ausrichtung?


Vortrag von Dr. Gerhard Engelmayer, weitere Informationen folgen.


Wann: 16.06.2017 12:00:00
Wo: Konferenzraum 4
Dürfen HumanistInnen Krieg führen? Infos

Dürfen HumanistInnen Krieg führen?

Kann es so etwas wie einen humanistischen Krieg geben? Stephan Grigat und weitere Gäste diskutieren über den Einsatz von Waffen als Möglichkeit, menschliches Leid zu mindern.


Wann: 16.06.2017 12:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
12:00
Was ist eine menschengerechte Wirtschaftsordnung? Infos

Vortrag: Was ist eine menschengerechte Wirtschaftsordnung?

Gerhard Engel


Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung sind attraktive humanistische Werte. Aber sie müssen auch zur gesellschaftlichen Geltung kommen können. Und das ist, wie man bei einem nüchternen Blick auf die Welt sehen kann, keine Selbstverständlichkeit. Wovon hängt es also ab, ob man humanistische Werte nicht nur beschwören, sondern auch leben kann?
Hier lohnt ein dreifacher Blick auf die Wirtschaftswissenschaft. Zum einen kann sie zeigen, wie sich durch eine geeignete Wirtschaftsordnung das menschliche Handeln so koordinieren lässt, dass möglichst viel freiwillige Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen entsteht. Zum anderen zeigt sie aber auch Grenzen der politischen Gestaltungsmöglichkeiten der Wirtschaft auf: Nicht alle Wünsche lassen sich erfüllen. Doch gerade Humanisten, die sich auf die Überwindung von Jenseits-Illusionen einiges zugute halten, sollten nicht in den Fehler verfallen, stattdessen Diesseits-Illusionen zu nähren.
Drittens aber ? und das ist die gute Nachricht ? kann sie eben auch zeigen, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sich beim Abbau von Armut und sozialer Ungleichheit bewährt haben ? soweit es eben menschenmöglich ist. Daher gilt es, diese Rahmenbedingungen bewusst zu machen und im privaten und politischen Handeln zu fördern.

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.


Wann: 17.06.2017 12:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Podiumsinterview des Lebenskunstphilosophen Wilhelm Schmid Infos

Podiumsinterview Wilhelm Schmid

Hilft uns die permanente Suche nach dem Glück?


Über das Glücklichsein scheint alles gesagt zu sein. Aber was ist mit dem Unglücklichsein? In der ausufernden Glücksdebatte sind die Schattenseiten des Glücks etwas in Vergessenheit geraten. Stattdessen entstand eine neue Art von Pflicht: Die Pflicht zum Glück. Der Glücksstress, der sich daraus ergibt, macht viele nicht glücklicher. Und was ist mit all denen, die vom Glück allenfalls träumen können? Wilhelm Schmid bezieht kritische Position zur Glücksdebatte, zu der er selbst 2007 mit seinem Bestseller „Glück“ beigetragen hat, damals bereits mit der Behauptung, Glück sei nicht das Wichtigste im Leben. Freuen Sie sich auf ein spannendes Interview zum Thema „Glück und Lebenskunst“.


Wann: 17.06.2017 12:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Podiumsdiskussion: Glück in Milligramm – Drogen, Medikamente und Neuro-Enhancement  Infos

Podiumsdiskussion: Glück in Milligramm – Drogen, Medikamente und Neuro-Enhancement

Abtauchen. Mehr leisten. Konzentrierter arbeiten. Sich entspannen. Kopfkino erzeugen. Hemmungen abbauen. Die Motive für die Nutzung psychotroper Stoffe sind so vielfältig wie die erwünschten und unerwünschten Wirkungen für den Einzelnen und die Gesellschaft, stereotyp hingegen die Wertungen: Erlaubt ist das, was alle tun. Aber sind konzentrationsfördernde Mittel anders zu werten als künstliche Hüftgelenke? Darf ich meine Leistung künstlich steigern? Was heißt das für den Konkurrenzkampf in der Gesellschaft? Ist ein genussvoller Rausch ethisch anders zu bewerten als mehr Kraft für die Arbeit? Welche Risiken sind akzeptabel, und wo soll der Staat eingreifen?

Die Soziologin Dr. Greta Wagner hat für das Frankfurter Institut für Sozialforschung eine Studie zu Neuro-Enhancement im Kontext der Wettbewerbsgesellschaft der Gegenwart durchgeführt. Selbstversuchen ist der Autor Daniel Kulla nicht abgeneigt. Sein Programm: Kommunismus, Rausch, Trampen und mit dem Hintern wackeln. Der Mediziner Prof. Dr. Michael Soyka wirft einen kritischen Blick auf Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht.


Wann: 17.06.2017 12:00:00
Wo: Konferenzraum 7
12:00
Humanistischer Kurzfilmpreis: Die Suche nach dem Glück Infos

Humanistischer Kurzfilmpreis: Die Suche nach dem Glück

Der Deutsche HumanistenTag vergibt erstmals den Humanistischen Kurzfilmpreis in drei Kategorien. Regisseure und Regisseurinnen begeben sich auf die Suche nach dem Glück. Staubtrockene Moralpredigten, garniert mit ein paar Brocken Altgriechisch oder Latein und das Ganze eingerahmt von einem vorgekauten Bildungskanon – dieses Klischee des Humanismus soll in den Filmen aufgebrochen werden. Denn HumanistInnen geht es um nichts anderes als um die große Suche nach dem Glück, nach dem Sinn des Lebens, nach der Lust am Leben, die den Menschen ausmacht. Diese Suche ist so vielfältig wie die Menschen, die im Mittelpunkt humanistischen Denkens stehen, losgelöst von den Zwängen religiöser Vorgaben: Menschen, die den Mut haben, selbst zu denken; Menschen, denen Empathie wichtiger ist als ein starres Regelwerk. Das Preisgeld beträgt insgesamt 9000 Euro.


Wann: 18.06.2017 12:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
12:3012:3012:3012:30
13:0013:0013:00
Podiumsgespräch: Humanistisch strafen? Der Ex-Gefängnisdirektor Thomas Galli will Gefängnisse abschaffen Infos

Podiumsgespräch: Humanistisch strafen?

Welche Art des Umgangs mit abweichendem, kriminellem Verhalten sollte eine humanistische Gesellschaft pflegen? Gibt es eine humanistische Strafe oder einen humanistischen Strafvollzug?

Thomas Galli war viele Jahre als Gefängnisdirektor tätig und ist Lehrbeauftragter u.a. für Strafrecht und Psychologie. Er meint, dass das Gefängnis eine überholte Institution sei, in der sich eine ungerechte, unvernünftige und oft unmenschliche Verteilung der Schuld manifestiere.

Oliver Rast war Mitglied der so genannten militanten gruppe und ist heute Aktivist der von ihm mitinitiierten Gefangenengewerkschaft.


Wann: 17.06.2017 13:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
13:00
Verabschiedung mit Chor Infos

Verabschiedung mit Chor

Wann: 18.06.2017 13:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
13:3013:3013:3013:30
14:0014:00
Ethik-Unterricht in Baden-Württemberg Infos

Ethik-Unterricht in Baden-Württemberg

Ethik-Unterricht oder humanistische Lebenskunde?


Das Fach „Ethik“ wurde vor dreißig Jahren aus der Not der Kirchen geboren: Mehr als 70% der GymnasiastInnen hatten sich aus dem Fach „Religion“ abgemeldet. Erarbeitet wurde das neue Fach allerdings in Kooperation mit den Kirchen. Von diesen historischen Gegebenheiten ausgehend, befasst sich Karin Resnikschek, Ethiklehrerin der ersten Stunde in Baden-Württemberg, mit dem Für und Wider des Fachs, zieht einen Vergleich mit dem neuen konfessionellen Fach für Muslime und wendet sich am Beispiel ihres Bundeslands der Frage zu, warum ein dezidiert humanistischer Unterricht in den meisten Ländern auf politischen Widerstand stößt..


Wann: 16.06.2017 14:00:00
Wo: Konferenzraum 4
Podiumsdiskussion: Welche Werte braucht unsere Gesellschaft? Infos

Podiumsdiskussion: Welche Werte braucht unsere Gesellschaft?

Die offene Gesellschaft ist unter Druck. Überall in Europa erstarken rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien, Feinde einer offenen Gesellschaft sitzen in den Parlamenten oder Regierungen fast aller europäischer Länder, Ausgrenzungswünsche nehmen zu und es breitet sich eine Kultur des Hasses aus, der zunehmend auch die Mehrheitsgesellschaft erfasst. Welches Land wollen wir sein? Wollen wir eine offene Gesellschaft sein, geleitet von Freiheits- und Menschenrechtsidealen, oder eine exklusive Gesellschaft, die ihre Identität vor gefühlten äußeren Bedrohungen sichert? Und wenn wir eine offene Gesellschaft sein wollen: Was sind wir bereit, dafür zu tun?


Wann: 16.06.2017 14:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Verschwörungstheorien als Realitätsmodellierung Infos

Verschwörungstheorien als Realitätsmodellierung

Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht


Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht

Mit Dr. des. Alexander Fischer, Philosoph, Uni Bamberg, und Dr. Marius Raab, Psychologe, Uni Bamberg.

Das ganze Weltgeschehen, mit seinen komplexen Abläufen und Unwägbarkeiten, passt nicht einfach so „in unseren Kopf“. Unsere subjektive Realität beruht zwangsläufig auf einem mentalen Modell, einem vereinfachten Abbild der Wirklichkeit, das uns Schlussfolgerungen und Vorhersagen erlaubt.

Verschwörungstheorien sind Realitätsmodelle, in denen verborgene Kräfte und heimliche Absichten eine zentrale Funktion haben. Das macht sie nicht zwangsläufig falsch; aber sie sind dadurch auch schwer angreifbar, denn verborgene Mächte sind eben kaum zu greifen und damit auch schwer zu prüfen.

Was sind Verschwörungstheorien und wie funktionieren sie? Historische und aktuellen Beispiele zeigen: Das Phänomen ist nicht neu, aber hochrelevant. Empirische Befunde geben uns Hinweise, was Menschen anfällig macht, eine solche Theorie aufzugreifen oder sogar selbst aufzustellen. Neben individuellen Voraussetzungen spielen Merkmale der verfügbaren Information eine entscheidende Rolle.

Dabei hat diese Art der Welterklärung in manchen Fällen ihre Berechtigung. In anderen Fällen ist sie der erste Schritt hin zur Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten. Zwischen pauschaler Zurückweisung und naiver Leichtgläubigkeit sind wir gefragt, die Inhalte von alternativen Realitätsmodellierungen zu prüfen und damit umzugehen.

Dazu benötigen wir Heuristiken und Prüfkriterien. Philosophie und Psychologie bieten uns Ansätze, auch Erklärungsmodelle zu prüfen, in denen zentrale Akteure im Dunkeln sind. Die von Karl R. Popper geforderte „offene Gesellschaft“ zeigt sich auch darin, bei epistemisch schwierigen Fällen – wie Verschwörungstheorien – einen Umgang zu finden, der verborgene Wahrheiten ins Licht bringt, ohne ins Irrationale abzugleiten. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei, Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis bei unseren individuellen Realitätsmodellen zu berücksichtigen.

Die entscheidende Frage ist dann: Wie gehen wir mit Verschwörungstheorien und Verschwörungstheoretikern um? Aus der epistemischen und psychologischen Frage wird nun auch eine moralische. Der Spagat: Einerseits müssen wir Ausgrenzung und Sündenbock-Argumenten klar begegnen, um eine offene Gesellschaft zu verteidigen. Andererseits müssen wir aufgeschlossen bleiben für Verschwörungsannahmen, denn sie könnten wahr sein und tatsächlich auf verborgene, demokratiefeindliche Bestrebungen hindeuten.


Wann: 16.06.2017 14:00:00
Wo: Konferenzraum 7
14:00
Vortrag: Gefrorene Träume - oder das Märchen von der Vereinbarkeit von Kind und Familie in Deutschland Infos

Vortrag: Gefrorene Träume - oder das Märchen von der Vereinbarkeit von Kind und Familie in Deutschland

Viola Schubert-Lehnhardt


Die moderne Medizin erfüllt inzwischen diverse „Wünsche“. Es werden zunehmend Behandlungen angeboten und durchgeführt, die nicht medizinisch (d.h. krankheitsbedingt) indiziert sind, sondern aus Sehnsüchten nach Veränderung des eigenen Körpers oder nach einem Kind – zu einer bestimmten Zeit etc. entstanden sind. Neuestes Angebot ist sozial freezing (Einfrieren von Eizellen zum Zwecke späterer Mutterschaft) – bezahlt durch US-amerikanische Unternehmen. Neben Fragen nach Verantwortung und Entscheidungsberechtigung über solche Maßnahmen soll auch diskutiert werden, was diese neuen technischen Möglichkeiten für unser künftiges Menschenbild bedeuten.

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Referentin: Viola Schubert-Lehnhardt


Wann: 17.06.2017 14:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Podiumsdiskussion: Gläserne Wände - Zur strukturellen Benachteiligung nichtreligiöser Menschen Infos

Podiumsdiskussion: Gläserne Wände

Zur strukturellen Benachteiligung nichtreligiöser Menschen


Wer nicht Mitglied in einer Kirche oder anderen traditionellen religiösen Glaubensgemeinschaft ist, hat oftmals die schlechteren Karten: auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, in der Politik, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung – auch wenn gleiches Recht für Alle gilt. Sind Nichtreligiöse also nur relativ gleich? Mit dieser Frage hat sich der Rechtsanwalt und Experte für Weltanschauungs- und Religionsverfassungsrecht, Dr. Thomas Heinrichs, beschäftigt. Arik Platzek ist Humanist und Co-Autor des vielbeachteten Berichts „Gläserne Wände“ zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland. Der Theologe Dr. Reinhard Hempelmann ist Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen und beschäftigt sich mit säkularen und humanistischen Strömungen. Dr. Axel Seegers ist Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Erzdiözese München und Freising.


Wann: 17.06.2017 14:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Podiumsdiskussion: Luther und der Humanismus Infos

Podiumsdiskussion: Luther und der Humanismus

Zum Reformationsjubiläum werden auch die unangenehmen Seiten Martin Luthers dokumentiert – etwa seine massiven antijudaistischen Auslassungen. Doch ohne Luther ist die Säkularisierung Europas schwer vorstellbar. Kann man den Judenhasser und Reformator als Humanisten bezeichnen? Dieser Frage widmet sich der Politikwissenschaftler und Soziologe Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber. Er forscht unter anderem zum Antisemitismus und ist aktiver Humanist. Der Publizist Dr. Horst Groschopp zählt zu den führenden Köpfen des Humanismus und ist u.a. Mitverfasser des Standardwerks „Humanismus: Grundbegriffe“. Der Theologe Dr. Andreas Fincke befasst sich mit humanistischen und atheistischen Strömungen aus kirchlicher Sicht.


Wann: 17.06.2017 14:00:00
Wo: Konferenzraum 7
14:00
14:3014:3014:3014:30
15:0015:00
Esoterik in der Postmoderne - Welche Alternativen bietet der Humanismus?  Infos
Esoterische Angebote bieten Lebenshilfe: Sie dienen den Einzelnen dazu, in der flexiblen, hybriden Moderne zurechtzukommen. Sie fördern das Gefühl der Authentizität, liefern Erklärungen und Entlastung für Erfahrungen des Scheiterns und verschaffen scheinbare Erleichterung angesichts des Gefühls von Entfremdung und Selbstentfremdung.

Welche Alternativen bietet der Humanismus dazu?

Claudia Barth (Dr. phil.) forscht im Bereich Sozialpsychologie/neue religiöse Bewegung und ist in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig


Wann: 16.06.2017 15:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Wendepukte: humanistische Wege, zu heiraten, zu trauern und das Leben feiern Infos
Wendepunkte des Lebens wie Hochzeit, Geburt oder Tod werden in Deutschland immer häufiger weltlich begangen. Dennoch sind die Formen säkularer Lebensfeiern vielen Menschen noch gar nicht bekannt oder treffen auf Vorbehalte.

Letzteres nicht nur in dezidiert religiösen Kontexten, sondern auch in etablierten Medien wie z.B. der „Zeit“, deren Titelgeschichte zum Thema in der Feststellung gipfelte, kaum etwas sei „trauriger als eine Bestattungsfeier im atheistischen oder religionsfernen Kreis“. Hierbei handelt es sich jedoch um Urteile, die kaum jemand bestätigt, der entsprechende Feiern bereits erlebt hat.

Da dies aber nur auf eine Minderheit zutrifft, bietet der Vortrag nach einem Überblick über die Angebotslandschaft die Möglichkeit, sich von weltlich-humanistischen Feiern ein Bild „aus erster Hand“ zu machen: Wie läuft die Vorbereitung ab, welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, wie kann man sich die Rede vorstellen, welche Erfahrungen haben Menschen gemacht, die sich für diese Option entschieden haben? Der Schwerpunkt liegt dabei auf Hochzeits-, Trauer- und Geburts- bzw. Namensfeiern. Es werden aber auch „abseitigere“ Möglichkeiten säkularer Lebensfeiern zur Sprache kommen.

Frank Schulze hat Philosophie, Politologie, Germanistik und Erwachsenenpädagogik studiert. Er ist Beauftragter für Lebensfeiern und Referent für Philosophie und Veranstaltungen des HVD Bayern. Darüber hinaus ist er Vorsitzender und Bildungsreferent der Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg (GKPN), langjähriges Redaktionsmitglied der von der GKPN herausgegebenen Zeitschrift „Aufklärung und Kritik” sowie Zweiter Vorsitzender der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft. In der Rubrik „Lebensfragen” der Nürnberger Nachrichten beantwortet er Fragen von Lesern.


Wann: 16.06.2017 15:00:00
Wo: Konferenzraum 4
15:0015:00
15:3015:3015:3015:30
16:00
Anmeldung Infos

Anmeldung

Wann: 15.06.2017 16:00:00
Wo: Besucherfoyer
16:00
Dr. med. Computer: Was bringt die Digitalisierung im Gesundheitswesen?  Infos

Dr. med. Computer: Was bringt die Digitalisierung im Gesundheitswesen?

Die Digitalisierung hält in großen Schritten auch in Kliniken, Arztpraxen und Krankenversicherungen Einzug. Die Auswertung riesiger Mengen digitaler Gesundheitsdaten verspricht bessere Prävention und Therapie. Dr. med. Computer führt schwierige Operationen durch. Mobile medizinische Messgeräte und Fitness-Tracker übermitteln Daten an Telemedizinzentren, Ärzte, Hersteller, App-Entwickler und auch Krankenkassen.

Diese Entwicklungen werfen drängende Fragen nach der Zukunft unsere Gesundheitswesens auf: Wie verändert sich das Verhältnis Arzt-Patient?

Wie sicher sind Daten über Patient_innen, zu Krankheiten und Gesundheitszustand, die zu den sensibelsten überhaupt gehören? Welche Daten über den Fitness- und Gesundheitszustand des Einzelnen werden gesammelt und zu welchen Zwecken? Führen sie zu noch stärker individualisierten Krankenversicherungsbeiträgen? Ist die solidarische gesetzliche Krankenversicherung dann bald am Ende und welche Antworten kann die Bürgerversicherung hier geben?

Darüber diskutieren Gäste aus Politik, Ärzteschaft, Unternehmen, Datenschutz und Patientenvertreter auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung Regensburg in zwei Gesprächsrunden.


Wann: 16.06.2017 16:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Hospizwesen im Humanismus Infos

Hospizwesen im Humanismus

Humanistische Sterbebegleitung – ein Beispiel für gelebten Humanismus


Vortrag von Gabriele Will.

Im Jahr 2009 wurde der Ambulante Humanistische Hospizdienst der
AWO Stuttgart als Träger in Zusammenarbeit mir dem Bezirksverband
Württemberg der AWO und den Humanisten Baden-Württemberg K.d.ö.R.
ins Leben gerufen.
Die Anfragen nach säkularer Begleitung Sterbender erhöht sich fortlaufend
und verdeutlicht, wie wichtig ein solches Angebot als Alternative ( nicht als
Konkurrenz ) zu kirchlich geprägten Hospizdiensten ist.
Menschen ohne Gottesbezug und ohne Jenseitsvorstellung
bedürfen besonderer Bewältigungsstrategien.
Humanistische Sterbebegleitung stellt eine besondere Kompetenz dar,
deren Vermittlung Teil der fundierten Ausbildung der ehrenamtlichen
Begleiter- und Begleiterinnen ist.
Der Dienst ist das einzige Angebot dieser Art außerhalb der Bundeshauptstadt.


Wann: 16.06.2017 16:00:00
Wo: Konferenzraum 4
Podiumsdiskussion: Mit Gentechnik zur schönen neuen Welt Infos

Podiumsdiskussion: Mit Gentechnik zur schönen neuen Welt

Mit CRISPR/Cas9 schneidern wir Genome nach Maß: Pflanzen lassen sich im Labor konstruieren, Gentherapie wird zu einer realen Option. Industriell eingesetzte Bakterien mit erwünschten Resistenzen sind längst im Einsatz. Was bedeutet diese Technik für unsere Zukunft? Macht sie unser Leben schön oder möchten wir uns fürchten? Der führende Transhumanismusforscher und Medizinethiker Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner freut sich auf die Optimierung des Menschen durch die Biotechnik und provoziert mit der Frage, ob embryonale Zellen eine Würde haben. Der Theologe Prof. Dr. Peter Dabrock, Vorsitzender des deutschen Ethikrates, warnt vor einer ethischen Überreizung technischer Möglichkeiten.


Wann: 16.06.2017 16:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Townhall-Debatte: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde Infos
Die offene Gesellschaft ist unter Druck. Ihre Feinde sitzen in den Parlamenten oder Regierungen fast aller europäischen Länder. Ausgrenzungswünsche nehmen zu und es breitet sich eine Kultur des Hasses aus, die zunehmend auch die Mehrheitsgesellschaft erfasst. Wer sind die Feinde der offenen Gesellschaft und was wollen sie? Warum haben sie Erfolg?

Wir suchen nach Wegen, die offene Gesellschaft, den Nährboden der kritischen Fähigkeiten des Menschen, zu verteidigen. Helfen Argumente und Aufklärungsarbeit oder brauchen wir schlagkräftigere Waffen? Was darf der Staat, ohne selbst seine Macht zu missbrauchen?

Nach dem Vorbild amerikanischer Townhall Debates geben eingeladene Gäste (Impulsgeber) kurze Statements, dann wird offen im Saal diskutiert.


Wann: 16.06.2017 16:00:00
Wo: Konferenzraum 7
16:00
Vortrag: Humanistische Werte für die Einwanderungsgesellschaft Infos

Vortrag: Humanistische Werte für die Einwanderungsgesellschaft

Referent: Dr. Ralf Schöppner


Humanismus heute ist Lebensfreude, Selbstbestimmung, soziale Verantwortung, Weltlichkeit, Kritik und Toleranz. Angesichts eines öffentlichen Wertediskurses, der zwischen beklagtem „Werteverfall“ und drohender Wertetyrannei changiert, ist Vorsicht angesagt. Multikulturalität, sofern sie das Nebeneinander der Kulturen akzentuiert, hilft dabei nicht viel weiter. Es bedarf qualifizierter Formen eines interkulturellen Miteinanders. Hierbei hilft humanistische Integration und ein gemeinsames Leitprinzip – ein Prinzip light, in dem die humanistischen Überzeugungen zum Tragen kommen.

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Referent: Dr. Ralf Schöppner


Wann: 17.06.2017 16:00:00
Wo: Konferenzraum 2
Podiumsdiskussion: Welche Werte sollen in die Schule? Infos
In der Schule soll man fürs Leben lernen. Doch welches Rüstzeug ist das richtige? Muss in einer Bildungsanstalt die ganze Bandbreite an Werten und Moralvorstellungen einer pluralistischen Gesellschaft vermittelt werden? Oder haben Religion und Weltanschauung dort nichts verloren?

Der Soziologe, Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Prof. Dr. Mouhanad Khorchide tritt für eine historisch-kritische Koranexegese ein. In seiner Dissertation kam er zu dem Ergebnis: Rund ein Fünftel der muslimischen Religionslehrer hält Demokratie und Islam für unvereinbar. Der katholische Theologe Prof. Dr. Rudolf Englert ist unter anderem Mitherausgeber des Jahrbuchs der Religionspädagogik. Religion, so meint er, gebe zu Denken. Ulrike von Chossy ist Leiterin der humanistischen, reformpädagogisch ausgerichteten Grundschule in Fürth. Sie plädiert für eine Erziehung ohne Religion.


Wann: 17.06.2017 16:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
Vögeln ist Schön - Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt Infos
Das Jahr 1968 veränderte die Bundesrepublik wie wenig andere. Die junge Generation rebellierte gegen das Establishment, forderte freie Liebe und die Abschaffung der kleinbürgerlichen Ehe und Familie.

Freie Kommunen, Aufklärungsfilme und das Dr. Sommer-Team prägten die „Sexwelle“ in Deutschland und trieben die Kommerzialisierung von Liebe und Sexualität voran. Heute scheinen die Kämpfe für die freie Liebe ausgefochten, doch der Schein trügt. Anstatt unsere Sexualität frei auszuleben, geht die Entwicklung weiter zurück und ein sexueller Neokonservatismus ist auf dem Weg. Die Diskussion um die „Homoehe“ hält immer noch an, die monogame, heteronormative Beziehung bleibt weiterhin der gesellschaftlich angesehene Standard und konservative Parteien propagieren die traditionelle Familie als Keimzelle der Gesellschaft.

In Vögeln ist schön blickt Ulrike Heider auf die Sexualdebatten der letzten 50 Jahre zurück. Von der späten Adenauer-Ära und der Studentenrevolte über die Frauen- und Schwulenbewegung bis zu den aktuellen Diskussionen über Pornographie, Sadomasochismus oder der Pädophilie-Debatte bei den Grünen geht sie der Frage nach, wie sich Sexualität zur historischen und politischen Entwicklung verhält. Sie vergleicht die Ideale von damals mit heutigen Normen, Tabus und Moralvorstellungen, benennt Auswirkungen, Erfolge und Versagen der Sexrevolte. Persönlich, kritisch, provokant!

Ulrike Heider
1947 in Frankfurt a.M. geboren, promovierte 1978. Von 1976 bis 1982 lehrte sie an der Universität in Frankfurt und Kassel, seit 1982 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und Journalistin. 1988 über siedelte sie nach New York, seit 2010 lebt sie außerdem in Berlin. Zu ihren Buchveröffentlichungen gehören: Keine Ruhe nach dem Sturm (2001); Sadomasochisten, Keusche und Romantiker. Vom Mythos Neuer Sinnlichkeit (1986) sowie Schülerprotest in der Bundesrepublik Deutschland (1984).


Wann: 17.06.2017 16:00:00
Wo: Konferenzraum 7
16:00
16:3016:3016:3016:30
17:0017:00
Die Legende von der christlich-abendländischen Kultur Infos
Vortrag von Rolf Bergmeier, weitere Informationen folgen.


Wann: 16.06.2017 17:00:00
Wo: Konferenzraum 4
17:00
Vortrag: Sex macht Spaß, aber auch Mühe Infos

Vortrag: Die Evoluzzion der Sexualität

Warum gibt es eigentlich Männchen und Weibchen? Warum vermehren sich Blattläuse jungfräulich, Elefanten aber nicht? Warum haben wir Menschen überhaupt Sex? Warum gibt es Geschlechter? Wäre es vielleicht besser, wir würden uns auch mit geschlechtsloser Vermehrung begnügen? Viele Lebewesen fahren damit ganz ausgezeichnet. Zumindest legt dies die Scheidungsrate bei Schimmelpilzen nahe. Der Autor Steffen Münzberg verführt Sie in die Welt der Sexualität.


Wann: 17.06.2017 17:00:00
Wo: Konferenzraum 7
17:00
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18:0018:0018:0018:00
18:3018:3018:3018:30
19:00
Eröffnungsgala Infos
Eröffnungsgala mit Professor Dr. Julian Nida-Rümelin, dem Kabarettisten Frank Lüdecke und dem großen Chor der norwegischen HumanistInnen.


Wann: 15.06.2017 19:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
19:00
Science Slam Infos

Science Slam

Das etwas andere Affentheater


in Kooperation mit dem Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Angelehnt an das Format der Poetry Slams bietet ein Science Slam WissenschaftlerInnen die Gelegenheit, ihre eigene Forschung auf der Bühne einem breiten Publikum ohne Fachkenntnisse zu präsentieren. Das Ziel des Slams ist es, das Thema leicht verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Dazu können alle Register gezogen werden: Powerpoint-Präsentation, Requisiten oder die Durchführung von Experimenten. Einzige Beschränkung: Die SlammerInnen haben dafür nur 10 Minuten Zeit zur Verfügung. Am Ende entscheidet das Publikum, welcher Vortrag am lehrreichsten und unterhaltsamsten war und kürt den Gewinner oder die Gewinnerin des Abends.

Alle SlammerInnen erhalten eine Teilnahme-Pauschale von 100€, die für Fahrtkosten gedacht ist, aber natürlich auch für etwaige After-Show-Aktivitäten auf den Kopf gehauen werden kann. Für Übernachtung und Verpflegung aller SlammerInnen ist gesorgt. Die Gewinnerin oder den Gewinner dieses Wissenschafts-Battles erwarten darüber hinaus wie immer Ruhm und Ehre bis ans Lebensende.


Wann: 16.06.2017 19:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
19:00
Comiclesung und Podiumsgespräch mit Ralf König Infos

Lesung und Podiumsgespräch mit Ralf König

Ralf König ist der König der Comics. Mit seinen witzigen, oft auch hintersinnigen und bewegenden Geschichten („Der bewegte Mann“, „Das Kondom des Grauens“) hat er sich stets gegen Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben engagiert. Auch die Religion und ihre VertreterInnen nimmt König aufs Korn. Das finden nicht alle gut. Wie weit darf, wie weit soll Kunst bei der Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse gehen?

Moderation: N.N.


Wann: 17.06.2017 19:00:00
Wo: Hauptbühne (Kleiner Saal)
19:00
19:3019:3019:3019:30
20:0020:0020:0020:00
20:3020:3020:3020:30
21:00
Empfang des Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly mit anschließendem Get Together und Jazz. Infos
Grußwort des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly. Anschließend Get-Together mit Live-Jazz.


Wann: 15.06.2017 21:00:00
Wo: Besucherfoyer
21:00
Jazz-Konzert mit Lisa Bassenge Infos
„Wenn Melancholie so verführerisch klingt wie bei Lisa Bassenge, dann trägt das Thema ‘verlorene Liebe‘ auch mal ein ganzes Album“, schrieb der Rolling Stone über sie. Eine „Stimme, die einen in den schönsten Träumen wiegt“, hörte die Taz, während der Musikexpress in ihr „bald Diva, bald Blues-Lady, bald Vamp, bald Mary Poppins“ erkannte.

So euphorisch einig wie bei Lisa Bassenge sind die Kommentatoren sich selten. In rund 20 Jahren Karriere hat die Berlinerin mit ihren Bands Micatone und Nylon, mit dem Lisa Bassenge Trio oder ganz solo das Publikum begeistert und insgesamt 14 Alben veröffentlicht. Mit ihrer urbanen Mischung aus Jazz, Blues und Chanson hat sie sich den Rang einer der besten deutschen Sängerinnen erobert.


Wann: 16.06.2017 21:00:00
Wo: Gutmann am Dutzendteich
21:0021:00
21:3021:3021:3021:30
22:0022:0022:0022:00
22:3022:3022:3022:30